Kinesiologisches taping
Was ist Kinesiologisches Taping?
Kinesiologisches Taping ist eine Methode, bei der elastische Baumwolltapes mit hautfreundlichem Acrylkleber auf die Haut aufgebracht werden. Durch ihre besondere Elastizität passen sich die Tapes den natürlichen Bewegungen des Körpers an und können mehrere Tage getragen werden.
Im Gegensatz zu klassischen Sporttapes wird die Beweglichkeit dabei nicht eingeschränkt. Die Tapes begleiten die natürlichen Bewegungsabläufe und können die Körperwahrnehmung unterstützen.
Je nach Zielsetzung kommen verschiedene Anlagetechniken zum Einsatz, die individuell auf die jeweilige Körperregion abgestimmt werden.
Mögliche Wirkungsweisen des Kinesiologisches Tapings
Kinesiologisches Taping wird häufig eingesetzt, um Muskeln, Gelenke, Faszien und das Lymphsystem zu unterstützen.
Zu den möglichen Wirkungsweisen gehören:
Unterstützung der Muskel- und Gelenkfunktion
Die elastischen Tapes können die Wahrnehmung von Bewegungen fördern und die natürliche Muskel- und Gelenkfunktion begleiten. Dabei bleibt die Bewegungsfreiheit erhalten.
Entlastung empfindlicher Strukturen
Durch die spezielle Anlage kann die Haut leicht angehoben werden. Dies kann zu einer Druckentlastung im Gewebe beitragen und die Körperwahrnehmung positiv beeinflussen.
Unterstützung der Mikrozirkulation und des Lymphflusses
Spezielle Lymphanlagen werden häufig eingesetzt, um den Lymphfluss anzuregen. Diese Technik wird insbesondere bei Schwellungen, Blutergüssen oder nach starker körperlicher Belastung angewendet.
Stabilisierung ohne Bewegungseinschränkung
Bestimmte Tape-Anlagen können Gelenke und Muskelgruppen unterstützen, ohne die natürliche Beweglichkeit wesentlich einzuschränken. Deshalb wird Kinesiologisches Taping häufig im Alltag sowie bei sportlichen Aktivitäten eingesetzt.
Anwendungsbereiche
Kinesiologisches Taping kann unter anderem eingesetzt werden bei:
- Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich
- Muskel- und Gelenkbeanspruchungen
- Beschwerden des Bewegungsapparates
- Sehnenansatzreizungen
- sportlichen Belastungen
- Unterstützung nach Überlastungen des Muskel- und Fasziensystems
- Haltungsschwächen und unausgeglichenen Bewegungsmustern
- Schwellungen und Blutergüssen
- Narbengewebe
- Prävention und Unterstützung bei körperlicher Aktivität
Das Taping kann sowohl als eigenständige Anwendung als auch ergänzend zu Massage-, Bewegungs- oder Rückenprogrammen eingesetzt werden.
Spezielle Taping-Techniken
Lymphanlagen
Lymphanlagen werden mit besonders geringem Zug angelegt und dienen der Unterstützung des Lymphflusses. Sie werden häufig bei Schwellungen, Blutergüssen oder nach starker Belastung eingesetzt.
Korrekturtechniken
Korrekturtechniken können eingesetzt werden, um die Beweglichkeit von Gelenken zu unterstützen und die Wahrnehmung bestimmter Bewegungsabläufe zu fördern. Ziel ist es, funktionelle Bewegungsmuster positiv zu begleiten.
Faszientechniken
Faszien umhüllen Muskeln, Sehnen und andere Gewebestrukturen. Durch spezielle Tape-Anlagen können Faszien gezielt unterstützt werden. Dies wird häufig genutzt, um die Gleitfähigkeit des Gewebes zu fördern und Spannungszustände im Fasziensystem positiv zu beeinflussen.
Narbenanlagen
Bei vollständig verheilten Narben können spezielle Tape-Anlagen eingesetzt werden, um die Beweglichkeit des umliegenden Gewebes zu unterstützen und die Gewebewahrnehmung zu fördern.
Ablauf der Anwendung
Vor jeder Tape-Anlage erfolgt ein kurzes Gespräch über Ihre Beschwerden, Ziele und Wünsche.
Anschließend wird die betroffene Körperregion betrachtet und die passende Tape-Technik ausgewählt. Die Haut sollte sauber, trocken und frei von Cremes oder Ölen sein.
Das Tape wird individuell zugeschnitten und entsprechend der gewünschten Anwendung aufgebracht. Die Anlage dauert in der Regel etwa 10 bis 20 Minuten.
Zum Abschluss erhalten Sie Hinweise zur Pflege und Tragedauer des Tapes.
Preise:
- Kleiner Bereich (z. B. Handgelenk, Ellenbogen, Sprunggelenk) 15,- €
- Mittlerer Bereich (z. B. Knie, Schulter, Wade) 25,- €
- Großer Bereich (z. B. Lendenwirbelsäule, Rücken, Oberschenkel) 35,- €
- Mehrere Bereiche/Kombinationsanlagen ab 45,- €
- Im Anschluss an eine Behandlung 5,- € Rabatt
(Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen!)
Wann sollte auf Kinesiologisches Taping verzichtet werden?
Eine Tape-Anlage sollte nicht erfolgen bei:
- offenen oder entzündeten Wunden
- nicht vollständig verheilten Narben
- bekannten Allergien gegen Acrylklebstoffe
- stark gereizter oder sehr empfindlicher Haut
- akuten Hauterkrankungen im Behandlungsbereich
- ungeklärten Beschwerden des venösen Gefäßsystems
Während einer Schwangerschaft sollte die Anwendung individuell abgeklärt werden.
Hinweis
Kinesiologisches Taping stellt keine medizinische Behandlung dar und ersetzt weder die Diagnose noch die Therapie durch einen Arzt, Physiotherapeuten oder Heilpraktiker. Die Anwendung erfolgt im Rahmen des Wellness- und Präventionsangebots zur Unterstützung von Wohlbefinden, Beweglichkeit und Körperwahrnehmung.
Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft oder Unsicherheiten sollte vor der Anwendung gegebenenfalls ärztlicher Rat eingeholt werden.